Schäferhundeverein Heidelberg & Dossenheim e.V.
 

Fährtenarbeit

Der Urahn unseres Hundes, der Wolf, bekam von der Natur 220 Millionen Riechzellen, der Mensch nur 5 Millionen. Nur dadurch kann der Wolf seine Beute wittern, verfolgen, erlegen und dadurch sein Überleben sichern. Dabei setzt er seinen Geruchssinn so differenziert ein, dass er unterscheiden kann, welche Spur für ihn die beste Aussicht auf einen Erfolg hat.

Bei der Domestizierung des Wolfes zum Hund haben sich durch die Züchtung Aussehen, Charakter und Körperbau verändert. Nicht verändert hat sich jedoch der phänomenale Geruchssinn! Im Hundesport nutzen wir den Geruchssinn unseres Hundes um einer vorgegebenen, von einem Menschen gelegten Spur, und nur dieser, zu folgen und Gegenstände, die dieser Mensch verloren hat, wiederzufinden. Der Hund wittert hierbei die vom Menschen verursachte Bodenverletzung, kombiniert mit dem Individualgeruch des Menschen.

Fährtenarbeit ist Fleißarbeit und nichts für Morgenmuffel, Arbeit mit dem Hund bei jedem Wetter! Die Belohnung ist aber Zusammensein mit Gleichgesinnten und dem geliebten vierbeinigen Gefährten in freier Natur in unserer schönen Gegend. Das ist für den Hundeführer und den Hund beruhigend, stressabbauend, und daher gesund.

Von Peter Ensenauer

Ein Gedicht

Schlecht geschnüffelt, hochgekuckt,
eine kleine Maus verschluckt.
Einmal leider Platz vergessen, Gänseblümchen aufgefressen.
Fand den Ort nicht, wo gewinkelt,
mehrfach in die Spur gepinkelt.
Hundeführer schlimm genarrt,
zweites Suchobjekt verscharrt.
Zwölf Kartoffeln fein sortiert,
toter Maulwurf exhumiert.
Fährtenleine durchgekaut,
hinter Hase hergehaut.
Ich schwör's ich war der "beste Hund" von allen!
Doch Richter meinte "Durchgefallen"